Die Golf GTI W12-650 Studie
Der Golf GTI W12-650 war als reines Showcar gedacht. Hinter Fahrer und Beifahrer sitzt längs ein 6,0-Liter-W12-Biturbo. Damit wird der Golf zum klassischen Mittelmotor-Sportwagen.
Ein Sechsgang-Automatikgetriebe leitet maximal 750 Newtonmeter bei 4.500 U/min an die Hinterachse. Nach den Angaben der damaligen Seite beschleunigt der W12-Biturbo den GTI in 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Studie war bei 250 km/h abgeregelt; ohne Begrenzung wurden etwa 325 km/h genannt.
Breiter, flacher und 70 Millimeter tiefer
Die Karosserie ist 1,88 Meter breit und 1,42 Meter hoch. Die Achsen wanderten 70 Millimeter weiter unter die Karosserie; hinten wurde das Showcar auf jeder Seite um 80 Millimeter verbreitert. Es rollt auf 19-Zoll-Rädern mit 235er Reifen vorne und 295er Reifen hinten.
Trotz der massiven technischen Änderungen sollte die klassische Golf- und GTI-Silhouette erhalten bleiben. Für die Kühlluft wurden unter anderem die C-Säulen und die hinteren Seitenscheiben so gestaltet, dass Luftkanäle zum Mittelmotor entstehen. Weitere Kühlluft gelangt über die Front und seitliche Einlässe in den Schwellern zum Antrieb.
Kohlefaserdach und Motorsport-Innenraum
Das Dach besteht aus Kohlefaser und ist Teil der aerodynamischen Luftführung am Heck. Im Innenraum kamen Motorsport-Schalensitze mit Alcantara, drei Zusatzinstrumente und ein an die höhere Geschwindigkeit angepasster Tacho zum Einsatz. Anstelle des Handschuhfachs sitzt ein integrierter Feuerlöscher; die Türverkleidungen wurden zur Gewichtsersparnis stark reduziert.